Gemeinsame elterliche Sorge

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Die elterliche Sorge beinhaltet das Recht und die Pflicht der Eltern, für das persönliche Wohl ihres Kindes zu sorgen, es gesetzlich zu vertreten und das Kindesvermögen zu verwalten. Dabei sorgen die Eltern nicht nur für den Unterhalt, sondern auch für Erziehung und persönliche Entwicklung des Kindes.

Nicht miteinander verheiratete Eltern, die das Sorgerecht gemeinsam ausüben wollen, müssen dafür eine entsprechende Erklärung gegenüber den Behörden abgeben. In der Erklärung bestätigen die Eltern, dass sie bereit sind, gemeinsam die Verantwortung für ihr Kind zu übernehmen, sich über die Obhut ein Besuchsrecht oder die Betreuungsanteile und den Unterhaltsbeitrag geeinigt haben.

Die Erklärung zur gemeinsamen elterlichen Sorge kann zusammen mit der Anerkennung des Kindes beim Zivilstandsamt abgegeben werden. Erfolgt die Erklärung nicht gleichzeitig mit der Anerkennung des Kindsverhältnisses, so ist diese bei der KESB am Wohnsitz des Kindes einzureichen.

Die KESB benötigt von den Eltern folgende Unterlagen, damit sie die gemeinsame elterliche Sorge bestätigen kann:
Weigert sich ein Elternteil die Erklärung abzugeben, kann sich der andere an die KESB wenden. Diese erteilt dann die gemeinsame elterliche Sorge, sofern das Kindswohl gewahrt ist.

Die KESB entscheidet im Rahmen der gemeinsamen elterlichen Sorge von unverheirateten Eltern nötigenfalls über die Zuteilung von Erziehungsgutschriften. Näheres dazu im Merkblatt Erziehungsgutschriften AHV.

Verheiratete Eltern haben von Gesetzes wegen das Sorgerecht über ihr gemeinsames Kind.

Die Zuständigkeit zur Regelung der elterlichen Sorge bei geschiedenen Eltern liegt beim Bezirksgericht.



Gedruckt am 21.10.2018 04:34:44